E-Commerce-Leitfaden und E-Commerce-Studie: Internethandel boomt

26.11.08 - 13:52

Deutsche Unternehmen entdecken das Internet zunehmend für sich als Vertriebskanal. Zu diesem und zu weiteren Ergebnissen kommt die aktuelle Studie "E-Commerce in Deutschland – Fakten statt Mythen", deren Ergebnisse jetzt in Form eines E-Commerce-Leitfadens veröffentlicht worden sind.

E-Commerce-Leitfaden & E-Commerce-Studie: Internethandel boomt

In Zusammenarbeit mit Anbietern von E-Commerce-Lösungen hat die ibi Research GmbH an der Universität Regensburg einen Leitfaden für den Online-Handel in Deutschland herausgebracht. Aus der zugrundeliegenden Studie geht vor allem hervor, dass der Trend zur Nutzung des Internets als Vertriebskanal weiter zunimmt. Weitere Schwerpunkte der Studie sind die Themen Vertriebsmanagement und Web-Controlling, Zahlungsabwicklung, Risiko- und Forderungsmanagement, Versandabwicklung und Verkauf ins Ausland.

Die Studie

Als Grundlage der Studie diente eine Online-Umfrage bei über 300 Online-Händlern in Deutschland im Zeitraum August bis September 2008. Die Ergebnisse der Studie wurden dazu genutzt, den E-Commerce-Leitfaden mit relevanten Daten aus der Praxis des Online-Handels auszubauen. Damit soll der Leitfaden eine Hilfestellung für den Einstieg in den Online-Handel bieten und notwendiges Wissen anwenderfreundlich darstellen.


Von den befragten Online-Händlern sind mehr als die Hälfte erst seit maximal drei Jahren online.


Für 93 Prozent der Teilnehmer an der Studie gaben den Online-Shop als den häufigsten genutzten Vertriebsweg an.

Weitere Ergebnisse in der Übersicht:

  • Fast die Hälfte der Shops hat pro Woche mehr als 1.000 Besucher.
  • Die Platzierung des Shops in Suchmaschinen rangiert auf der Liste der Marketing-Maßnahmen ganz oben.
  • Über die Rentabilität von Marketing-Kampagnen kann nur die Hälfte der Händler Auskunft geben.
  • Immer mehr Händler wollen Kreditkarten, PayPal und Direktüberweisungs-Verfahren akzeptieren.
  • Bei Zahlungen per Rechnung und per Lastschrift treten häufig Zahlungsstörungen auf.
  • Zur Ermittlung von Schuldnern fragt jeder dritte Händler bei Einwohnermeldeämtern an.
  • Jeder vierte Händler liefert mehr als 100 Sendungen pro Woche aus.
  • 80 Prozent der Händler erzielen bereits Umsätze im Ausland, wenn auch in geringem Umfang.
  • Die Hälfte der Händler hat noch nie etwas von SEPA gehört.

Der Leitfaden

Der "E-Commerce-Leitfaden - Erfolgreich im elektronischen Handel" beschäftigt sich mit den wesentlichen Problemfeldern im Internethandel. Auf insgesamt 224 Seiten werden in vier Kapiteln verschiedene Verfahren, die dabei auftretenden Probleme und Möglichkeiten zu deren Vermeidung aufgezeigt.

Die Themenscherpunkte:

  • Einstieg in den E-Commerce: Im Internet verkaufen - aber richtig!
  • Auswahl geeigneter Zahlungsverfahren: Zahlen, bitte - einfach, schnell und sicher!
  • Schutz vor Zahlungsstörungen: Keine Chance ohne Risiko - schützen Sie sich vor Zahlungsstörungen
  • Erschließung ausländischer Märkte: Geschäfte ohne Grenzen - Im Ausland kaufen

Die Inhalte werden jeweils durch Experteninterviews, Fallbeispiele, Checklisten, Infoboxen, Grafiken und Tabellen verdeutlicht. Auf der begleitenden Website gibt es zudem weitere Materialien, ein umfangreiches Glossar, Link-Listen und einen Newsletter mit aktuellen Neuigkeiten.

Der E-Commerce-Leitfaden soll künftig regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht werden. Die nächste Neuauflage ist bereits für den Januar 2009 geplant, in der dann die Themen Web-Controlling, Risikomanagement, Anschriftenermittlung, Versandabwicklung und einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) die Schwerpunkte bilden werden.

(Falk Hedemann)

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