"Email to ID": OpenID mit E-Mail-Adresse nutzen

02.10.08 - 05:52

Der Service "Email to ID" bietet seit Kurzem die Verknüpfung bestehender OpenIDs mit E-Mail-Adressen anstelle von URLs. Ein Schritt zurück möchte man meinen, doch für so manchen Nutzer dürfte das eine Erleichterung darstellen.

OpenID mit Emailadressen

Das OpenID-System ist eine Lösung, um digitale Identitäten zentral zu verwalten und miteinander zu verknüpfen. Bedeutet in der Praxis: Ein Login für viele verschiedene Dienste. Unterstützung gibt es bereits von großen Services - darunter Yahoo mit seinen vielen Angeboten und WordPress. Beide bieten auch eigene OpenIDs an. Die Zahl der Anbieter für OpenIDs ist insgesamt stark gestiegen und auch auf den verschiedenen Plattformen verbreitet sich diese Möglichkeit des Logins immer stärker. Einen ausführlichen Artikel zur OpenID hat Oliver Wagner im T3N-Magazin Nr. 10 veröffentlicht.

Funktionsweise von "Email to ID"

Die Technik hinter Email to ID basiert dabei vor allem auf dem Protokoll EAUT (Email Address to URL Translation), das eine abgefragte Mailadresse dann auf eine bestehende OpenID weiterleitet. Dafür müssen Dienste mit OpenID-Login diese Möglichkeit allerdings explizit anbieten. Eine native Unterstützung durch E-Mail-Anbieter könnte das Konzept weiter unterstützen.

Der Sinn dahinter?

Einige werden es sicherlich als gewissen Rückschritt bewerten, da der Login mit E-Mail-Adressen mit OpenID eigentlich abgelöst werden sollte. Doch ist es das wirklich? Nach den Überlegungen der Entwickler identifizieren sich Benutzer noch eher mit ihrer E-Mail-Adresse als mit einer manchmal doch sehr schlecht merkbaren URL. E-Mail-Adressen lassen sich oft leichter erinnern und bieten somit eine bessere Usability.

(Florian Fiegel)

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