Erstes BarCamp in Hannover: Ein Rückblick
Nach einer Eröffnungsparty am Freitag Abend in der Szene-Bar Spandau begrüßte das Organisationsteam am Samstag rund 200 Teilnehmer im Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK) am Expo Plaza. Nach der obligatorischen Session-Wahl - jeder Teilnehmer kann ein eigens Vortragsthema vorschlagen, über das die Teilnehmer abstimmen - verteilt sich die Web-2.0-Gemeinde auf die insgesamt sechs Session-Räume, um über Themen wie den richtigen Umgang von PR-Agenturen mit Bloggern, Web 2.0 auf dem Handy oder Geschäftsmodelle für Digitale Güter zu diskutieren. Fast alle Sessionthemen und Links zu Zusammenfassungen können auf der der Mixxt-Website zum Barcamp Hannover abgerufen werden.
Den Abschluss des ersten Tags bildet ein skuriles Event namens Powerpoint-Karaoke. Dabei müssen die Teilnehmer einen Vortrag zu einer im Internet gefundenen Powerpoint-Präsentation halten, die sie vorher nicht kennen. So präsentieren sie Themen wie "Unterwegs zu einer Kultur der Energie- und Lebensstil-Transformation" oder "Wie funktioniert ein Haartrockner?".
Der Sonntag brachte unter anderem Sessions zu Asus neuem Mini-Laptop Eee PC, Web 2.0 in China und Tipps für Startups. Zum Abschluss des Wochenendes fand eine Feedback-Session statt, in der viele der Teilnehmer ihr Lob für die gute Organisation aussprachen. Magenschmerzen bereitete vielen hingegen die No-Show-Rate, also die hohe Anzahl an registrierten Teilnehmern, die trotz Anmeldung nicht erschienen sind. Das Problem "No-Show" ist nicht neu und wird nach jedem BarCamp erneut diskutiert. Vorschläge reichen von öffentlicher Ächtigung bis zu bewusster Überbuchung. Die nächsten BarCamps in Essen (15./16. März), Offenburg (26./27. April) und Leipzig (3./4. Mai) werden zeigen, ob die Veranstalter das Problem in den Griff bekommen.
Während des gesammten BarCamps entstanden im Netz zahlreiche Blogeinträge und Videos, die einen Eindruck vom ersten BarCamp in Hannover vermitteln. Einen guten Überblick bieten Aggregations-Websites bei Soup, Feedraider und Technorati. Auch in der Presse fand das BarCamp Hannover Beachtung. Heise Online spricht von der "Volkshochschule der Web 2.0-Gemeinde", die Hannoversche Allgemeine Zeitung geht unter dem Titel "Bin ich jetzt im Internet?" auf die derzeit immer populärer werdenden Video-Livestreaming-Dienste ein. HAZ-Reporter Dirk Kirchberg berichtet zudem in einem Video vom BarCamp.









