Facebook jetzt auch auf Deutsch
Der Mitgliedervorsprung der deutschen Holtzbrinck-Networks StudiVZ und SchülerVZ erscheint beträchtlich und soll durch MeinVZ bis Ende 2008 noch einmal fast verdoppelt werden. Derzeit sind nach eigenen Angaben acht Millionen Menschen angemeldet.
Für den gesamten deutschsprachigen Raum vermeldet Facebook derzeit über eine Million aktive Nutzer. Die Zahlen sind jedoch nicht unbedingt vergleichbar, da mal von rein angemeldeten Mitgliedern, womöglich mit Karteileichen und Dubletten, die Rede ist (StudiVZ/SchülerVZ) und mal von Nutzern die Rede ist, die sich in den letzten 30 Tagen eingeloggt haben (Facebook).
Für die Übersetzung des Facebook-Angebots sorgten rund 2.000 deutschsprachige User, jedoch findet man gerade über deren schwankende Qualität negative Kommentare. "Durch die ungelenke und unvollständige Übersetzung wirkt die deutsche Seite oft lieblos hingeschludert", schreibt zum Beispiel Kress.de-Redakteurin Nina Kirst in ihrem Artikel. Die Offenheit des Facebook-Systems gilt jedoch auch als großer Vorteil. Im Gegensatz zu den Holtzbrinck-Angeboten können für Facebook eigene Applikationen entwickelt werden, für die lediglich einige Regeln eingehalten werden müssen. Im "Spiegel Online"-Interview erläutert Facebook-Manager Javier Olivan, dass man auf die deutschen Entwickler hoffe, um das Netzwerk für die Bedürfnisse hierzulande attraktiver zu gestalten.
Über die Auswirkungen der deutschen Übersetzung gibt es unterschiedliche Meinungen. "Die deutsche Übersetzung des Facebook-Angebots wird die Mitgliederzahlen dieses Netzwerks in Deutschland sicher in die Höhe schnellen lassen”, glaubt Ethority-Blogger David Nelles.
Michael Klein zweifelt im Blog Webregard an einem schnellen Wachstum und argumentiert, dass die Zahl der Mitglieder aus Frankreich deutlich höher sei, obwohl es dort keine Übersetzung gebe. Wie Klein jedoch selbst anfügt, gab es auf dem französischen Markt vorher auch nicht derart starke Konkurrenz wie in Deutschland.
Es bleibt also abzuwarten, wie sich die deutschen Nutzer entscheiden. Vergleichbare Zahlen wären jedenfalls wünschenswert.











