Mozilla plant Sammlung von Nutzungsdaten
Für Werbetreibende stellt sich generell die Frage, inwiefern es sich lohnt, auf einer Website Werbung zu schalten. Dabei spielen Statistiken über Visits und Pageviews sowie viele weitere Daten eine entscheidende Rolle. In diesem Bereich gibt es bereits verschiedene Dienstleister, die solche Daten auf verschiedenen, oft umstrittenen Wegen sammeln. Die wichtigsten sind Alexa, Compete und ComScore, in Deutschland beschäftigt sich vor allem die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (kurz: IVW) mit der Erfassung und Auswertung von Websitezugriffen. Der Blog deutschestartups.de berichtete in diesem Zusammenhang vor kurzem über aktuelle Zugriffszahlen deutscher Web 2.0 Unternehmen und StartUps. Aufgrund der verschiedenen Erhebungswege fallen die Ergebnisse der einzelnen Anbieter oft sehr unterschiedlich aus.
Die Mozilla Foundation, als unhabhänige und nicht gewinnorientierte Vereinigung mit einer ständig wachsenden Firefox-Nutzerbasis von inzwischen über 170 Millionen Anwendern, würde sich perfekt für das anonyme Sammeln und Auswerten von Nutzerdaten eigenen. Selbst wenn sich nur ein Bruchteil der Firefox-Surfer freiwillig an der Datenerhebung beteiligen würde, wären weitaus zuverlässigere Analysen als bisher möglich.
John Lilly, CEO der Mozilla Foundation, bestätigte nun in seinem Blog einen vorangegangen Bericht auf Techcrunch, nach dem sich ein Projekt in der frühen Entwicklungsphase befinde das Daten per Firefox-Browser ermitteln soll. Die Daten sollen allen Interessierten, wie beispielsweise Unternehmen, Entwicklern oder Forschern, zur Verfügung stehen. In welchem Ausmaß Daten gesammelt werden und inwiefern der Vorgang mit den Datenschutzgesetzen übereinstimmt, ist zur Zeit noch nicht absehbar.











