MySpace öffnet sich mit Data Availability für Dritte

27.06.08 - 15:18

Die Social Network Plattform MySpace hatte Anfang Mai den Start seiner Data Availability Initiative bekannt geben. Seit gestern nun ist der neue Service verfügbar, über den die Nutzer der Plattform ihre persönlichen Daten mit anderen Webseiten austauschen können.

MySpace öffnet sich mit Data Availability für Dritte

Am 8. Mai 2008 hatte MySpace angekündigt, dem DataPortability Project beizutreten, um das eigene Projekt "Data Availability" voranzutreiben und sich dabei an bestehenden Standards zu orientieren. Ziel des Projekts sollte ein einfacher und plattformübergreifender Austausch von Profilen, Fotos, Videos oder des persönlichen Freundes-Netzwerk sein.

Die vielbeachtete Ankündigung von MySpace sorgte für Reaktionen anderer Marktgrößen. Google kündigte wenig später mit "Friend Connect" ein eigenes  Data-Portability-Projekt an. Gleiches tat auch Facebook mit der API "Facebook Connect".

Das Rennen um das erste umgesetzte Data-Portability-Projekt hat MySpace gestern für sich entschieden. Google Friend Connect befindet sich derzeit noch in einer Testphase und bei Facebook wird nicht vor Ende Juli mit einer Veröffentlichung gerechnet.

Zum Start von MySpace Data Availability sind Yahoo, eBay, Twitter und Photobucket an Bord. Weiter ist es jetzt Entwicklern möglich, auf alle öffentlichen Profildaten der MySpace-Nutzer zuzugreifen und diese in eine externe Seite zu integrieren. Zur Authentifizierung wird dabei OAuth eingesetzt, über das sich die Nutzer einloggen müssen. Die angeforderten Daten werden dann von MySpace direkt gestreamt. Dritte dürfen die übertragenden Daten auch nicht auf ihren Servern speichern. So wird bei jedem neuen Request der Third-Party-Site eine Aktualisierung der Daten vorgenommen. Zwischenzeitliche Änderungen im MySpace-Profil werden also sofort verfügbar, sobald die Seite einen neuen Request sendet.

Der Anfang für den Problembereich Data Portability ist gemacht. Ob sich die Methode des Daten-Streamings, wie von MySpace vorgemacht, allerdings langfristig durchsetzen wird, bleibt fraglich. Letztlich liegen die persönlichen Daten immer noch bei MySpace und es stellt sich nach wie vor die Frage, was passiert mit den Daten, wenn man seine Mitgliedschaft beenden möchte. Hier könnte die große Chance für Facebook und Google liegen, ihre eigenen Projekte entsprechend besser zu gestalten.

(Falk Hedemann)

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