Open Source Census: Die große Open-Source-Umfrage
Openlogic hat ein Projekt zur Erhebung von Statistiken bezüglich des Einsatzes von Open-Source-Software ins Leben gerufen, den Open Source Census. Das Projekt soll helfen, einen Überblick über installierte Distributionen und Pakete zu liefern. Die Zählung läuft in zwei Phasen ab: Zuerst ermittelt ein Programm automatisch die installierte Software des jeweiligen Firmenrechners und sendet in Phase 2 die Daten an eine Website, wo sie veröffentlicht werden.
Die Daten sollen vollständig anonymisiert sein und keine Rückschlüsse auf den Absender zulassen. Der Census soll den Unternehmen bewusst machen, wie hoch der Anteil an Open-Source-Software ist, der meißt um ein vielfaches höher ist als vermutet. Da diese Software großteils aus dem Internet heruntergeladen wird, taucht sie in den offiziellen Geschäftsberichten nicht auf.
Außerdem hilft der Vergleich mit anderen Unternehmen, Möglichkeiten zur Nutzung weiterer freier Software zu finden. Unterstützer des Projekts sind unter anderem die Open Solutions Alliance und die Open Source Business Foundation.
Die Idee an sich ist nicht neu. Schon seit längerer Zeit versuchen Debian und Fedora mit popularity-contest und smolt an die Daten ihrer Nutzer heranzukommen, um beispielsweise die erste Installations-CD besser konzipieren oder, im Falle von Fedora, die Distribution besser an populäre Hardware anpassen zu können.
Bis jetzt wurden bereits über 800 Computer vom Open Source Census gescannt. Die aktuelle Auswertung zeigt, dass Firefox mit 81% das meistinstallierte Paket und Ubuntu, in der Version 7.10 und 8.04, mit nahezu 50% die meistinstallierte Distribution ist.
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