Open Web Foundation gegründet
Die Gründung der OWF habe das Ziel, alle unterschiedlichen Technologien zur Öffnung von Plattformen in einen einheitlichen offenen Standard zu überführen. Zudem solle der Trend, zu jeder Spezifikation auch eine entsprechende Foundation zu gründen, durchbrochen werden. So erklärt es die OWF auf Ihrer Website. Damit wäre diese Foundation beispielsweise eine zentrale Anlaufstelle für alle bestehenden und neu hinzukommenden Social Networks. In den nächsten Wochen soll nun geklärt werden, wer neben den Launch-Partnern (u.a. Google, Yahoo, Facebook, MySpace, O´Reilly, Plaxo und Six Apart) noch mit an Bord kommt. Als Vorbild für die Organisation der OWF dient die Apache Software Foundation.
Hintergrund
Die Social-Network-Landschaft bringt immer neue Plattformen und Anwendungen hervor und viele Nutzer sind bei diversen Diensten angemeldet. In der Regel wird dann ein Profil für den Nutzer angelegt, in dem mehr oder weniger private Informationen gespeichert werden. Die Social Networks hüteten diese Daten in der Vergangenheit wie einen Schatz, der ihnen allerdings nicht gehörte.
Kritiker forderten daher die Möglichkeit ein, diese Daten auch in andere Dienste "mitnehmen" zu können. Diese Forderung wurde in den letzten Wochen und Monaten von vielen Social Networks auch anerkannt und eine Umsetzung geplant. In der Folge entstanden eine ganze Reihe von Initiativen, die dafür sorgen wollen, dass das Web 2.0 offener wird und auch bleibt. Ob Yahoo, Facebook oder MySpace: Sie alle benutzen heute einen anderen Standard für die Data Portability - was den eigentlichen Sinn der Anstrengungen wieder ins Gegenteil verkehrt.
Fazit
Zunächst erscheint es schon verwunderlich, die Flut von Initiativen und Gründungen von Foundations mit der Gründung einer weiteren Foundation stoppen zu wollen. Schafft es die Open Web Foundation allerdings, die vielen konkurrierenden Spezifikationen in einheitliche Standards zu überführen, so wären auch die vielen Foundations ohne weitere Existenzgrundlage.
Vorteile gäbe es auch sonst genügend. Allein als Nutzer vieler verschiedener Dienste profitiert man von einer einheitlichen Strategie. Aber auch die beteiligten Unternehmen können profitieren, denn ihnen könnte ein Teil der ansonsten nötigen Entwicklungsarbeit abgenommen werden. Das spart Ressourcen und wäre gerade für neue Social Networks auch eine Chance, vom Start weg eine Dataportability-Technologie anbieten zu können.
Das Ziel von einheitlichen Standards ist ein ehrgeiziges Ziel. Die OWF wird nur dann Erfolg haben können, wenn es gelingt, die vielen unterschiedlichen Interessen zu vereinen und Konkurrenzdenken auszuschließen.










