Scour: Soziale Metasuchmaschine mit Belohnungssystem
Die Metasuche "Scour" durchsucht parallel die Indizes von Google, Yahoo und MSN und erstellt daraus eine eigene Liste. Die Ergebnisse können von registrierten Nutzern bewertet und kommentiert werden. Die Bewertungen gelten im Unterschied zu "SearchWiki", der personalisierten Suche von Google (wir berichteten), nicht nur für den eigenen Account, sondern wirken sich auch auf die globale Suche aus. Dazu muss allerdings die Sortierung der Relevanz auf "Scour" eingestellt sein, was der Grundeinstellung entspricht.
Besonders gelungen ist die Suchverfeinerung von Scour. Ein simpler Doppelklick auf einen Begriff innerhalb der angezeigten Ergebnisse öffnet ein kleines Fenster, in dem man auswählen kann, ob man den Begriff zusätzlich in die Suche einbeziehen oder ihn aus den Ergebnissen entfernen möchte.
Die Ergebnisse lassen sich mehrfach sortieren, da jede angesprochene Suchmaschine in der Sortierung nach vorne gestellt werden kann. Dadurch wird "Scour" auch für Suchmaschinenoptimierer interessant, denn sie können mit einer einzelnen Suchanfrage alle drei großen Indizes testen.
Die sozialen Komponenten
Die Kommentare werden nur registrierten Benutzern angezeigt und können positiv oder negativ bewertet werden. Auch der Missbrauch der Kommentarfunktion kann gemeldet werden.
"Scour" bietet den Nutzern darüber hinaus eigene Profilseiten an. Hier werden alle Aktivitäten wie Kommentare, Bewertungen und Statistiken angezeigt. Auch Kontaktinformationen wie Messenger-Daten lassen sich eintragen, wobei auch ein integrierter Messenger bereitsteht. Hier sollen zukünftig die Profile von weiteren Social Networks und Diensten wie Facebook, MySpace, Digg oder Twitter abrufbar werden. Neu ist bereits die Möglichkeit, Freunde einzuladen und deren Aktivitäten zu verfolgen.
Das Belohnungssystem
Wohl auch um einen weiteren Anreiz zur Benutzung zu geben, haben sich die Entwickler von "Scour" ein Belohnungssystem ausgedacht. Jede Aktivität wird mit einem Punkt belohnt und eine erfolgreiche Einladung bringt 25 Prozent der Punkte des neuen Nutzers auf das eigene Konto. Bis zu einer Auszahlung ist es aber ein weiter Weg, denn 6.500 Punkte sind dazu mindestens notwendig und ergeben dann einen Gegenwert von 25 US-Dollar. Da man aber pro Suche nur maximal 3 Punkte (Suche, Bewertung, Kommentar) bekommen kann, sind schon über 2.000 Suchanfragen nötig, um etwas zu verdienen.
Hintergrund
Die sogenannten "Metasuchmaschinen" gibt es schon seit vielen Jahren. Gemeint ist damit eine Suchmaschine, die Suchanfragen gleichzeitig an verschiedene Suchmaschinen weiterleitet, deren Ergebnisse einsammelt und miteinander kombiniert. Die wohl erste Metasuche, der "Metacrawler" entstand 1994 an der Universität von Washington.











