Suse Studio: Baukasten für die eigene Linux-Distribution
Der Download von Linux Standard-Distributionen könnte schon bald der Vergangenheit angehören, zumindest ist das die Meinung von Nat Friedman, Vize-Präsident der Linux-Abteilung bei Novell. Mit Suse Studio hat das Unternehmen eine browserbasierten Appliance-Lösung entwickelt, mit der Nutzer sich über wenige Mausklicks eine eigene Distributionen zusammenstellen können.
Auf der Basis von OpenSuse und vorgefertigten Templates soll es Linux-Usern künftig ermöglicht werden, eine auf die persönlichen Bedürfnisse und Vorlieben angepasste Distribution zu erstellen. Als Desktop-Umgebungen stehen GNOME und KDE zur Verfügung. Alle zu installierende Pakete können aus einer Liste ausgewählt und entsprechend angepasst werden. Die bestehenden Abhängigkeiten der Pakete werden dabei vom Web-System automatisch überprüft. So wird es möglich, nur gerade so viele Komponenten an Bord zu haben, wie man unbedingt braucht.
Interessant könnte Suse Studio auch für Entwickler werden. Sie können zum Beispiel eine Distribution allein auf eine Web-Applikation abstimmen und ihren Kunden zur Ansicht schicken. Dabei kann das Ergebnis wahlweise ein VMware- oder Xen-Image, ein Live-System zum Booten von CD, DVD oder USB-Stick sowie ein Image zur Installation auf der Festplatte sein.
Suse Studio befindet sich aktuell im Alpha-Betrieb mit einer limitierten Nutzeranzahl. Erste Eindrücke liefert allerdings schon jetzt ein Screencast.










