T3N-Toolbox #6: Open Source für RIA
Appcelerator
Das noch junge Framework Appcelerator setzt ganz auf das SOA-Paradigma und lässt dem Entwickler die Wahl zwischen Java, .NET, PHP, Ruby on Rails und Python als serverseitige Sprache. Auch Kombinationen sind möglich und REST-Dienste können ebenfalls angebunden werden. Auf Seiten des Clients kommt nur DHTML zum Einsatz, JavaScript ist nicht nötig. Das System nutzt "JSON over XML", um die Kommuikation zwischen den Services zu realisieren. Appcelerator ist unter der GPLv3-Lizenz verfügbar, professioneller Support wird gegen Gebühr angeboten.
Foo Framework
Auf Basis der etablierten Javascript-Bibilothek Prototype funktioniert das Foo-Framework als eine Art virtuelle Maschine, die Foo-eigene Markups dynmaisch nach JavaScript übersetzt. Entsprechend schlank sind die Voraussetzungen: Ein aktueller Browser mit Unterstützung für JavaScript reicht dem leichtgewichtigen System. Ein nicht nur für Kenner von Protoype empfehlenswertes Framework, das unter BSD-Lizenz zum Download bereitsteht.
Shoes
Eine nicht nur für Ruby-Entwickler besonders interessante Neuerung ist Shoes. Der Autor "Why" hat sich bereits mit einer optisch und methodisch außergewöhnlichen Einführung in Ruby einen Namen gemacht und auf Basis von Cairo, GTK2 und Pango ein erstaunlich kompaktes Framework für die Plattformen Linux, Mac OS X und Windows geschaffen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Framworks ist Shoes auch für die Entwicklung von eigenständigen Applikationen geeignet, die nicht aus dem Netz geladen werden. Shoes ist unter einer großzügigen BSD-artigen Lizenz verfügbar.
OpenLaszlo
Bereits 2002 erschien eine erste Version des nunmehr in Version 4 verfügbaren Systems. Aus XML und JavaScript kompilierte der Entwickler ursprünglich Java-Applets, die im Browser ausgeführt wurden. Mit Version 3 war SWF (Flash 8) das bevorzugte Ausgabeformat und mit Version 4 kam Unterstützung für DHTML dazu. OpenLaszlo stand lange im Schatten von Adobes Flex, doch mit dem Wandel Richtung DHTML ist das reife System wieder zunehmend attraktiv. OpenLaszlo steht unter der CPL 1.0 Lizenz, professioneller Support steht gegen Gebühr bereit.
ThinWire
ThinWire ist eine Art RIA-Frontend für J2EE-Umgebungen und daher besonders für Java-Entwickler interessant. Ganz ohne CSS, HTML und JavaScript entstehen die Anwendungen in Java. Der Download beinhaltet bereits einen abgespeckten Apache Tomcat Server, der den Browser bedient - die für Einsteiger schwierige Installation entfällt. ThinWire ist unter der LGPL verfügbar und bietet für erfahrene Java-Entwickler einen schnellen Einstieg in die RIA-Welt, verzichtet aber auf die Möglichkeit von eigenständigen Applikationen.
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