Twine bringt Semantik in Social Bookmarks
Vor etwa einem Jahr startete das Projekt Twine bereits in die geschlossene Beta und bekam aufgrund schlechter Usability und Performance negative Kritiken. Nun fühlt man sich allerdings bereit für die breite Öffentlichkeit.
Im Prinzip erinnert Twine an viele andere Social-Bookmarking-Dienste wie delicious, Mento oder Diigo. Tatsächlich legt der User das übliche Netzwerkprofil an, vernetzt sich mit anderen, tritt Interessensgruppen (hier "Twines") bei oder gründet neue, speist Informationen ein. Bookmarks stehen hier nicht im Mittelpunkt, denn es geht um Informationen aller Art: Termine, Bilder, Videos, Links usw.
Die speziellen Fähigkeiten sind aber nicht oberflächlich zu suchen, sondern quasi "unter der Haube". Die hinzugefügten Informationen werden im Hintergrund automatisch unter semantischen und relationalen Gesichtspunkten verarbeitet, so dass Bezüge entstehen können. Dazu werden automatisch Kategorien und semantische Tags zugewiesen, die sich aus dem Inhalt des jeweiligen Beitrags ergeben. Im Gegensatz zu reinen Relationen durch Tags, sollen so qualitativ hochwertige Relationen entstehen, die das Interessenmuster des Nutzers berücksichtigen. Basis bilden hierfür auch die persönlichen Angaben des Nutzers.
Je mehr Informationen der einzelne Nutzer einspeist, desto besser werden die Informationen auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten. Aktuell ist allerdings genau dies das Problem von Twine, denn Nutzer werden erst im Laufe der Zeit gute Empfehlungen erhalten, da die Datenbank noch keine breite Basis besitzt und Nutzer quasi bei Null anfangen.
Ein paar Videos über Twine und dessen Nutzung finden sich auf den hauseigenen YouTube-Channels von Twine und den Machern Radar Networks.











Da twine mir nach eigenen Erfahrungen und diesem Beitrag bei "semantischen Themen" eines der handfesteren Projekte ist, mache ich gerade einen ergebnisoffenen Test. Ich bin gespannt, ob die Kombination aus einem dort vermutete Nutzer interessierendes Thema und ein wenig PR für diesen twine Ergebnisse bringt. Ich habe bislang noch keine Vorstellungen, wie groß bei was für Themen eine kritische Masse von Mitmachern sein müsste, um mehr zu erhalten als eine ordinäre Suchmaschinenanfrage oder das Graben in social bookmarks, wo manche ja selbst kopierte Marmeladenrezepte mit web2.0 vertaggen, um viele aus meiner Sicht unnütze Aufrufe zu generieren. Zum Testtwine: www.twine.com/twine/11kswy17x-b9/bannerpreis-banner-price