Leitfaden Open Source

Open-Source-Software verbreitet sich immer mehr. Damit wird es für Nutzer und Entwickler immer wichtiger, über die besonderen Bestimmungen der Lizenzrechte informiert zu sein. Das gilt insbesondere, weil immer mehr kommerzielle Anbieter auf die kostenfreie Alternative zurückgreifen. Aber Kostenfreiheit bedeutet eben nicht, dass es für die entsprechenden Produkte keine Rechte gäbe. Wird zum Beispiel Open-Source-Software weiterentwickelt, muss in aller Regel auch der Quellcode der neuen Anwendung offen gelegt werden. Viele kennen diesen Zusammenhang nicht oder wollen ihn nicht kennen. Damit verstoßen sie häufig gegen die bei Open-Source-Software häufig verwendete General Public Licence (GPL). Auch auf der Seite der Entwickler herrscht große Unsicherheit. Viele wissen nicht, welche Optionen zur Verfügung stehen, damit die eigenen Produkte den Vorstellungen entsprechend geschützt sind.

Ob wissentlich oder unwissentlich, Anbieter sollten sich nicht mehr allzu lange auf der Gewissheit ausruhen, dass Verstöße gegen die GPL derzeit kaum geahndet werden. Gewiss ist: Je mehr kommerzielle Anbieter sich Open Source zuwenden, desto sicherer sind baldige Rechtsstreits um Lizenzen, Urheberrechte und geistiges Eigentum. Schon jetzt versucht zum Beispiel das Projekt gpl-violations.org auf Lizenzverstöße hinzuweisen und die betreffenden Firmen zum Einlenken zu bewegen.

Mit dem dreißigseitigen Leitfaden will die Bitkom zugleich ein Bewusstsein für die rechtliche Situation schaffen und Tipps geben, wie Unternehmer frei verfügbare Software juristisch einwandfrei nutzen und weiterverwenden können. So können klare Regeln für den Umgang mit freier Software festgelegt sowie vorhandene Verträge überprüft und Mitarbeiter geschult werden. Zur Zielgruppe des Leitfadens gehören die Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen, die Mitarbeiter in Rechts- oder Patentabteilungen und Entwickler in technischen Fachabteilungen. Der Leitfaden ist auf der Website der Bitkom als PDF-Dokument kostenlos erhältlich.

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