Open Source CMS-Challenge 2005
Interesse an freien Content Management Systemen wächst weiter
Nachdem die Open Source CMS-Challenge [1] in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal stattfand, waren die Veranstalter auf den Andrang der Teilnehmer vorbereitet. Knapp 50 Entscheider mittelständischer Unternehmen und öffentlicher Einrichtungen informierten sich an einem Nachmittag über die leistungsfähigsten Open Source Content Management Systeme OpenCMS, TYPO3 und Zope/Plone.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Fachvorträge von Anwendern und deren Erfahrungen aus der Praxis. Die Referenten der Kreissparkasse Waiblingen, der Schattauer GmbH und der Parnass Ltd. beleuchteten vor allem die Gründe, warum sie sich in ihrer jeweiligen Situation für ein Open Source CMS entschieden hatten. Von diesem Know-how profitierten vor allem jene Teilnehmer, die vor einer vergleichbaren Investitionsentscheidung stehen.

Die Kommunikationspausen zwischen den Fachvorträgen wurden zum Austausch zwischen Dienstleistern und Teilnehmern genutzt.
Durch das Programm führte Hans-Ulrich Schmid von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, der kurzfristig für den erkrankten Chefredakteur des Content Management Magazins, Jörg Dennis Krüger, einsprang. WEB for ALL, eine gemeinnützige Initiative für ein barrierefreies Internet, verdeutlichte in ihrer Keynote sehr plastisch, mit welchen Barrieren benachteiligte Benutzer auf Internetseiten kämpfen müssen. Auf besonderes Interesse stießen Argumente, warum der Mehrwert einer barrierearmen Website den Aufwand meist überschreitet. „Voraussetzung dafür“, so die Projektleiterin Brigitte Luckhardt, „ist jedoch der Einsatz eines Content Management Systems. Ohne CMS ist die Pflege nicht wirtschaftlich vertretbar.“
Eine begleitende Ausstellung der Veranstalter ermöglichte in den Kommunikationspausen einen intensiven Kontakt mit allen Systemen. Die Open-Source-Dienstleister demonstrierten live die Funktionalität der Anwendungen und standen den Teilnehmern bei individuellen Aufgabenstellungen beratend zur Seite.
In einer Paneldiskussion standen alle Referenten abschließend Rede und Antwort und scheuten sich auch nicht „heiße Eisen“ anzupacken. Einigkeit herrschte bei der Zukunftsperspektive: Der Anteil an Open Source Content Management Systemen wird in den nächsten fünf Jahren weiter überproportional zunehmen, insbesondere der Marktführer TYPO3. Gleichwohl gehen alle Experten weiterhin von einer Koexistenz mit proprietärer Software aus. Die CMS-Challenge war eine Veranstaltung der Unternehmen comundus, iVeins und zettwerk, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Region Stuttgart.













