TYPO3 4.0: Zap the Gremlins
Weg mit den Störenfrieden! – Ghostbusters vs. Gremlins
Geburtsort der Idee war wie schon so oft Dänemark: Während des ersten offiziellen Treffens des Research-and-Development-Komitees [1] in Kettrup Bjerge entwickelte sich das Vorhaben zu einem konkreten Projekt mit dem Ziel, einen soliden Grundstock für die großen, geplanten Verbesserungen des kommenden Jahres zu legen [2]. Unter dem Motto „Zap the Gremlins“ (dt.: Eliminieren der Kobolde) wurde das Anliegen angepackt, all die kleinen Ungereimtheiten und Usability-Mängel, die den täglichen Umgang mit dem System unnötig erschweren, für die Version 4.0 zu beheben.
Die Community bestimmt
Die Aktion „Zap the Gremlins“ ist in zwei Phasen aufgeteilt. In einem ersten Teil wurden Störenfriede gesammelt, kategorisiert und bewertet. Um möglichst unvoreingenommen die Kobolde zusammenzutragen, wurden nicht primär die Kernentwickler mit dieser Aufgabe betraut. Vielmehr wurde die Community dazu aufgerufen, all die ungeliebten und nervigen Verhaltensweisen von TYPO3 zu rapportieren (http://typo3.org/development/projects/zap-the-gremlins/gremlin-overview/). Parallel zum Reporting konnten auf typo3.org eingetragene Benutzer auch gleich für das Beheben eines bestimmten Störenfrieds votieren. Durch diese Priorisierung wird gewährleistet, dass trotz der zahlreichen Gremlins die dringendsten und unbeliebtesten behoben werden können.
In der zweiten Phase werden nun die Kobolde durch das Ghostbusters-Team und die Kernentwickler beseitigt.
Diese Kobolde sind weg
Das Team konnte gemeinsam innerhalb kürzester Zeit diverse ungeliebte Störenfriede aus verschiedenen Bereichen entfernen. Besonders die Anpassungen im Bereich UTF8, Bildmanipulationen (Truecolor bei Gifbuilder), Linkmanagement und bei der indexierten Suche beheben einige technische Mankos. Zudem erhöht der optimierte Einsatz von PHP-Conditions die Performance bei der Seitenerstellung. Um den Umgang mit TYPO3 noch weiter zu erleichtern, wurde die Zugriffsteuerung noch filigraner konfigurierbar gestaltet. Darüber hinaus wurden unter anderem die Template-Textfelder mit Tabulator-Support ausgestattet und diverse kleinere Änderungen im Backend vorgenommen. Schließlich wurde die Konsistenz in verschiedenen Modulen verbessert, um sowohl Redakteure als auch Entwickler im Umgang mit TYPO3 zu unterstützen.
| Die Crew |
| Als Zapping-Team konnte eine bunt gemischte Gruppe mit bekannten Namen gewonnen werden: |
| Das Projekt wird von Michael Stucki aus Liestal (CH) geleitet. Als TYPO3-Release-Manager und eifriger Supporter konnte er schon so manchem verzweifelten Entwickler in seiner Not weiterhelfen. Nicht zuletzt Michaels berühmt-berüchtigte Genauigkeit – „sometimes your accuracy frightens me“ (Daniel Hinderink) – verhilft dem Projekt zu der gewohnt hohen Qualität. |
| Der Jüngste im Team, Sebastian Kurfürst aus Dresden (D), ist vielen durch die Extension TIMTAW bekannt. Er hat gezeigt, dass er viel Fingerspitzengefühl im Umgang mit technischen Innovationen hat. |
| Bernhard Kraft aus Wien (A) ist einer der aktivsten Extension-Schreiber und hat mit MahJongg für TYPO3 bewiesen, dass Arbeit und Spiel tatsächlich Hand in Hand gehen können. |
| Valentin Schmid aus Ilanz (CH) ist ein eifriger Bug-Reporter und kennt somit so einige Tücken von TYPO3. |
| Im Auftrag der TYPO3 Association leitet die Firma snowflake productions GmbH aus Zürich (CH) das Projekt und treibt es weiter voran. snowflake gewährleistet die korrekte Projektabwicklung und ist für die Finanzierung verantwortlich. |
Eine Liste mit allen bereits realisierten Anpassungen und dem Status noch ausstehender Änderungen ist auf der Projektseite [3] und auf typo3.org [4] zu finden.
Ausblick
In der Zeit bis zum Release von TYPO3 4.0, geplant im Dezember 2005, wird die Crew noch weitere Gremlins beseitigen und die bereits erstellten Verbesserungen in den TYPO3-Kern einfließen lassen.
Bis heute hat das Ghostbusters-Team über 300 Arbeitsstunden in das Projekt investiert. Trotzdem verstecken sich noch zahlreiche Kobolde irgendwo zwischen Methoden, Klassen und Codezeilen. Es ist klar, dass es noch viel zu tun gibt, um im Interesse aller Nutzer die Arbeit mit TYPO3 weiter zu vereinfachen.















