Die im Jahr 2001 von Tim Berners-Lee erstmals vorgestellte Idee des Semantic Web wurde bereits mehrmals für tot erklärt. Doch einige jüngere Entwicklungen deuten auf das Gegenteil hin. Die Wikipedia läßt sich bereits semantisch befragen und Triplify möchte semantische Techniken auch dem durchschnittlichen Webmaster verfügbar machen.
Die Gruppe Agile Knowledge Engineering and Semantic Web der Uni Leipzig um Dr. Sören Auer beschäftigt sich mit semantischem Knowledge Engineering, der Entwicklung von Applikationen für das Semantic Web und hofft, die Technologie früchtebringend mit dem sozialen Paradigma verbinden zu können. Eines ihrer Projekte ist dbpedia, das schon jetzt Wikipeda-Abfragen wie "Welche Musiker wurden in Berlin geboren?", "Welche Filme sind länger als 5 Stunden" oder "Welche Philosophen wurden von Friedrich Nietzsche beeinflusst?" erlaubt.
Ein weiteres Beispiel ist Triplify, das Webmastern ermöglichen soll, ihre bestehenden Seiten durch RDF-Tripel dem Semantic Web zugänglich zu machen. Triplify hat zusammen mit OPENLINK den LOD Triplification Challenge ausgerufen. Ziel des Wettbewerbs: Website-Betreiber sollen ermuntert werden, bestehende Web-Applikationen semantisch zu erweitern. Teilnehmer können unter anderem ein MacBook Air gewinnen. Eine Integration von Triplify in die Content Management Systeme Joomla und Drupal ist geplant. Das Projekt "Joomla! semantification - expose Joomla data as RDF and Linked Data" ist Teil des Google Summer of Code.
Vom 3. bis 5. September findet in Graz die Konferenz i-semantics unter der Schirmherrschaft von Tim Berners-Lee statt. T3N ist hier Medienpartner und hält für Konferenzbesucher Freiexemplare bereit. Außerdem konnte Henry Lieberman vom MIT als Keynote-Redner gewonnen werden. Die Konferenz beschäftigt sich mit der steigenden Bedeutung der Konvergenz von Knowledge-Management, den Techniken der neuen Medien und semantischen Systemen.




















